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Vorausschauende Gebäuderegelung: Wie Fachleute sie an Anlagen und Datenquellen anpassen
Ein Bericht aus Berkeley bündelt 104 Tage mit vorausschauender Regelung über mehrere Forschungsphasen hinweg. Anlagenausfälle, Rauchbetrieb und wechselnde Datendienste zeigen, welche Anpassungen Fachleute im Betrieb vornehmen.
Wissenschaftlicher Konferenzbeitrag · 9th International High Performance Buildings Conference at Purdue, 13.–16. Juli 2026, Beitrag 3347 · 17. Juli 2026 (Repositoriumsveröffentlichung)
Die Regelung muss den tatsächlichen Anlagenzustand kennen
Ein vorausschauender Gebäuderegler kann nur mit den Anlagen rechnen, die tatsächlich verfügbar sind. Ein Team um Ettore Zanetti vom Lawrence Berkeley National Laboratory beschreibt dazu seine Erfahrungen im Bürogebäude Building 59. Von 2020 bis 2025 wurde die modellprädiktive Regelung, kurz MPC, in mehreren Forschungsphasen insgesamt 104 Tage eingesetzt. Der Bericht führt frühere Versuche und neue Tests von 2025 zusammen.
Die MPC berechnet mit physikalischen Gebäude- und Anlagenmodellen, wie sich Stellwerte auf Temperaturen, Energiebedarf und Kosten auswirken. Wie wichtig die Anpassung an den laufenden Betrieb ist, zeigte ein Ausfall mehrerer Kältekompressoren: Das Team musste die im Regler hinterlegten Leistungsgrenzen reduzieren. Erst mit diesen Angaben konnte die Optimierung die noch verfügbare Kühlung und kalte Nachtluft passend nutzen.
Bei einem Waldbrand schloss das Betriebspersonal die Außenluftklappen zum Schutz vor Rauch. Der Regler rechnete zunächst weiter mit verfügbarer Außenluft. Das Team ergänzte deshalb einen Rauchmodus, der die zulässige Außenluftmenge auf null setzte.